Spider-Man: Homecoming

Der neue Spider-Man Film macht vieles richtig und nur wenig falsch. Mit Tom Holland haben wir den 3. Spider-Man der letzten Jahre und zum ersten Mal kann man dem Schauspieler auch den Teenager abnehmen. Das war bei Andrew Garfield gar nicht und bei Toby Maguire nur zum Teil der Fall. Hier kommt dem Schauspieler aber nicht nur sein Alter (mit 21 einen Teeanger zu verkörpern ist einfacher als mit 27 oder gar 29) und sein Aussehen zu Gute sondern eben auch ein sehr gutes Drehbuch.

Anstatt, wie in den Anderen beiden Spider-Man 1 Filmen, die Herkunft zu zeigen und dann das Erlernen der Kräft in 10 Minuten abzuhandeln um danach fast perfekt damit umgehen zu können, wir hier zunächst das Unwissen im Umgang mit dem Anzug und später das Fehlen des selben genutzt um diesen Spider-Man wirklich wie einen Neuling wirken zu lassen. Genau das macht aber die Stärke des Peter Parkers hier aus. Er ist im Umgang mit allem nicht perfekt, ja er macht nahezu stümperhafte Fehler. Aber bei all dem gibt er nicht auf. Aus dem Antrieb sich beweisen zu wollen, scheint dann doch irgendwann das Credo aus dem Comic „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“ durch und genau hier kann dann Tom Holland glänzen.

Der Gegner ist genial gewählt und Keaton spielt den Vulture ebenso genial wie Holland den Held verkörpert. Die Art und Weise wie er den Abstieg eines hart arbeitenden Mannes zu einem Verbrecher darstellt ist schon gelungen. Das er kaum Skrupel hat sieht man von Beginn an, wie er aber immer Härter wird dann nach und nach.

Eine große Befürchtung war, dass Tony Stark den Film mit seiner Präsenz überschatten würde, aber genau das ist nicht der Fall. Viele der Szenen aus dem Trailer oder auch aus den diversen Webclips fehlen komplett und auch die Dynamik zwischen Tony und Peter, die sich im Laufe des Films mehrfach ändert ist gelungen. Der interessante Punkt ist das Tony hier nicht wirklich gut weg kommt, das aber auf eine Stark-charmante Art und Weise.

Alle Anderen Beteiligten passen ebenfalls gut ins Bild, wenn auch die realistische Diversität in den ersten 5 Minuten, für mich als langjähriger Comicleser, ungewohnt war. Danach hat man das aber nicht wirklich mehr gemerkt und an einigen Stellen hat das sogar geholfen die Story zu tragen.

Die Wendungen sind gelungen, besonders wenn man die Comics kennt, und das will was heißen.

Nicht gefallen haben mir zum Einen der Iron Man Anzug, zum Anderen einige der Verfolgungsjagden die etwas lang gezogen wirkten. Zudem habe ich ein relativ großes Problem mit der doch recht heißen Tante May, die aber dummerweise Sinn macht. Ein Peter der 15. ist hat sicher keine Tante die 70 ist.

Ich freue mich in jedem Fall schon auf den nächsten Film!

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