Batman vs. Superman

Als Vorbereitung auf Justice League, der ja diesen Herbst in die Kinos kommt, habe ich mir dann auch noch Batman vs. Superman angeschaut, trotz eindringlicher Warnung von Leuten die sich intensiver mit dem Thema Film beschäftigen.

Um den Vorwürfen „Da hättest Du mal die Ultimate Version sehen sollen“ zuvor zu kommen habe ich mir dann auch diese geholt und angeschaut, so das ich im Notfall die normale Kinoversion noch nachholen kann. Daher werde ich alle Beschwerden über Längen und Exposition außen vor lassen.

Der Film ist nicht ein so konzentriertes Vernichtungsspektakel wie Man of Steel aber auch hier wird mit großen Explosionen, viel Kollateralschaden und einer grundsätzlich düsteren Stimmung gearbeitet. Snyder wollte offensichtlich sehr viel Pathos in sein Machwerk packen ihm fehlt aber die Subtilität dies richtig zu machen. Also muss alles mit dem Holzhammer passieren und groß, düster und voller Explosionen sein. Hinzu kommt das er die Charaktere einfach nicht versteht. Sein Superman ist immer noch ein düsterer, bedrückender Antiheld der das Gefühl hat für alles verantwortlich zu sein und getrieben ist vom dem Gedanken das Richtige zu tun, wärend der im Comic einfach das Gute tut.

Selbst Batman, der von Ben Afflek wirklich gut gespielt wird, wirkt trotzdem falsch. Auch er setzt exzessiv Gewalt ein und die Menge an Schusswaffen die er benutzt passen auch nicht so dem Helden aus den Comics. Es sterben wieder viel zu viele Menschen ohne das jemand sich auch nur bemüht sie zu retten. Zudem wird man mitten in eine Geschichte geworfen von der man weiß das man nicht mehr erfahren wird. Alte Kostüme in der Bathöhle, die Erwähnung von Arkham Asylum und vieles mehr machen einem bewußt das hier einfach die Vorgeschichte fehlt.

Dann ist doch noch der Joker der sich selbst Lex Luthor nennt. In den Comics war Lex Luthor schon viel, sogar mal Präsident der Vereinigten Staaten, er war aber nie eine verrückte Witzfigur die stotterte und die viel eher an einen durchgeknallten Batman Feind erinnerte als an den manipulativen Superschurken den wir aus den Superman Comics kennen.

Es wird zu wenig erklärt. Snyder meint wohl das es reicht einfach ein paar Brocken hin zu werfen um „Fanservice“ zu betreiben aber das reicht nicht wirklich. Was sollte das mit Jimmy Olsen? Was ist genau mit Doomsday passiert? Der Auftritt von Wonder Woman wirkte vollkommen fehl am Platz und die Erwähnung der anderen Helden nochmal eine Stufe komischer.

Der Film mag bild-gewaltig sein und die Kampfszenen mit Batman zum Ende hin sind durchaus cool gemacht, aber insgesamt wirkt vieles einfach falsch.

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