Doomsday Clock #1 [eng]

Das Crossover zwischen Watchmen und dem DC Universum beginnt.

Autor: Geoff Johns
Zeichner: Gary Frank
Farben: Brad Anderson
Letterer: Rob Leight
Kaufen: ComiXology
Bewertung: 3/5

Das man mit Watchmen Geld verdienen kann ist DC ja schon lange bewusst. Vielleicht ist Alan Moore auch deshalb so sauer auf die amerikanische Comicindustrie weil er von diesem vielen Geld zu wenig sieht und möchte daher das bisschen was er bekommt dann auch nicht annehmen. Wahrscheinlicher ist allerdings das er als Künstler darüber mehr als enttäuscht ist was aus seiner Schöpfung gemacht wurde. Bereits mit Before Watchmen wurde eines zur Geschichte hinzugefügt das sich nicht wirklich mit dem vertrug was Moore geschrieben hatte, allem voran die Änderung das Dr. Manhatten Dinge ändern kann wo er im Original den Teil des Lesers repräsentiert der frei im Comic vor und zurück blättern kann, aber keinen Einfluss auf die Geschichte hat.

Das Doomsday Clock diese Änderung aufgreifen würde war schon länger klar, weil man ja in den normalen DC Comics, allen voran Action Comics, sehen kann das Dr. Manhatten eingreift. Hiermit muss man also leben und dann schauen was unter der neuen Prämisse mit dem Stoff gemacht wurde.

Die Narration durch Rorschach zu Beginn wirkt authentisch und auch die kleinen Andeutungen angefangen von Präsident Redford bis hin zu dem Schild „Make America save again“ sind durchaus lustig, aber gerade letzeres wirkt im aktuellen Kontext als ein Anachronismus den Moore so nie angewandt hätte. Dann breitet sich die neue Geschichte aus die die Welt wieder an den Rand des nuklearen Holocausts bringt.

Das ist zunächst mal der Aufhänger der als normales DC Comic funktioniert, ein Meisterwerk ist es aber sicher nicht.

Gary Frank ist ein guter Zeichner der hier zweifelsohne hervorragende Arbeit leistet aber ihm fehlen die exakten Anweisungen die Moore Dave Gibbons gegeben hat. So bleibt ein klasse gezeichnetes Heft das durchaus Spannung und Überraschungen bietet aber doch hinter dem zurück bleibt was möglich gewesen wäre.

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