Justice League

Justice League macht vieles besser was bei Batman vs. Superman und vor allem Man of Steel falsch gelaufen ist. Er ist freundlicher und positiver leider an einigen Stellen auch albern, was dann doch des Guten zu viel ist. Hier hat sich wohl Whedon gehen lassen, was extrem schade ist. DC hat bisher den Weg beschritten das die Filme einen gewissen Ernst hatten, da wirken Teile der eher Albernen Gags doch völlig fehl am Platz. Zumal war der eher dunkle Ton etwas das sie von den Marvel Filme absetzte. Das muss sicher nicht jedem gefallen (ich bin da nicht so der Fan von) aber immer das selbe machen ist sicher auch nicht das Wahre. Zudem war der dunkle Ton ja auch nicht für die schlechten Kritiken verantwortlich sondern eher dafür das viel vom handwerklichen nicht stimmte. Hier stimmen der Spannungsbogen, die Schnitte und die Story grundsätzlich ausgesprochen gut.

Ein großes Problem des Filmes sind die Special Effect. Neben den Szenen die mit Henry Cavill nachgedreht wurden und wo der mittels CGI entfernte Schnurrbart grauselig aussieht ist auch der Kampf der Amazonen oder Steppenwolf eher ein Beispiel wie man es nicht machen sollte. Gerade bei letzterem wurde durch die Veröffentlichung eine ersten Entwurfs klar das es auch noch Schlimmer hätte kommen können.

Was die Charaktere angeht ist es extrem gemischt. Ezra Millers Flash ist so fern vom Charakter des Barry Allen das es fast schon weh tut. Seine Art ein Held sein zu wollen ohne darüber nachzudenken was da heißt ist fast schon ärgerlich und oftmals wirkt er wie der Versuch einen Peter Parker aus dem Hut zu zaubern. Aquaman, der von Jason Momoa gespielt wird ist zwar schon interessanter, aber wieder viel zu nahe an Conan und viel zu weit weg von einem König der Aquaman eigentlich sein sollte. Cyborg, gespielt von Ray Fisher, bleibt vollkommen farblos und dient primär als Mittel zum Zweck.

Superman ist immer noch zu verbissen und das er für Hoffnung stehen soll kann man ihm immer noch nicht abnehmen. Zum Teil liegt das an der Computer generierten Oberlippe aber nicht nur. Der gesamte Gesichtsausdruck zeigt meistens ein „Ich will nicht hier ein“ und die Idee das er nach seiner Rückkehr kurz „böse“ ist wird auch nicht wirklich sinnvoll erklärt.

Eine positive Überraschung ist wieder Gal Gadot die von ihren Aussehen so gar nicht in das Bild von Wonder Woman. Diana müsste eigentlich viel fraulicher und auch muskulöser sein und nicht so ein Supermodell, aber Gadot spielt die Rolle so perfekt das man ihr das vergeben kann.

Der Höhepunkt ist, wie schon in Batman vs. Superman, Ben Affleck als Bruce Wayne. Sowohl in der Eigenschaft als Bruce Wayne, als getriebener Held der tut was getan werden muss, als auch in der Art und Weise wie er kämpft stimmt einfach alles. Gut gelungen sind auch die Anspielungen auf eine längere Karriere und man wünscht sich die alle auch als Filme gesehen zu haben.

Insgesamt ein durchaus sehenswerter Film, aber eben primär für Fans. Das er bei den Kritikern in großen Teilen durchgefallen ist, kann man aber auch verstehen.

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