Batman: Das Lange Halloween [deu]

Batman auf Mördersuche in einem absoluten Klassiker.

Autor: Jeph Loeb
Zeichner: Tim Sale
Farben: Gregory Wright
Letterer: LetterFactory
Übersetzung: Steve Kups
Kaufen: Panini Shop
Bewertung: 5/5

Ohne Frage gibt es in der langen Geschichte der Batman Publikationen viele Geschichten die man mit Fug und Recht als Klassiker bezeichnen kann. Zu denen ganz an der Spitze gehört sicherlich diese Geschichte um einen Mörder der sich lange dem Zugriff durch Batman entziehen kann. Sie spielt in der Anfangszeit des dunklen Ritters als er noch niemanden wirklich traut aber auch Jim Gordon und Harvey Dent sich nicht ganz sicher sind welche Methoden Batman einsetzen wird. Viele der „Suoerschurken“ sind ebenfalls noch ihn ihren Kinderschuhen und lange nicht so gefährlich wie vielleicht zu späterer Zeit. Sie baut auf „Batman: Das erste Jahr“ auf mit dem Miller und Mazzucchelli die Origin für Batman modernisierten.

Der interessante Punkt ist, dass es nicht um den Kampf gegen Superschurken geht sondern um die Suche nach einem „normalen“ Mörder. Joker, Two-Face, Mad Hatter und Konsorten spielen auch alle ihre Rollen stehen aber eben nicht im Zentrum. Hier geht es eher um die Mafiafamilie Falcone, ihre Machenschaften und die Morde die sich immer zu Feiertagen einen der ihren dahin raffen. Batman, Alfred, Gordon und Dent versuchen dem Mörder auf die Spur zu kommen, doch das gestaltet sich schwerer als gedacht. Die Story beinhaltet viel Detektivarbeit nach klassichem Muster, aber eben auch eine kleine Romanze mit Seline Kyle die mit Bruce Wayne flirtet und als Catwoman mit Batman wobei beide die jeweils andere Identität maximal ahnen.

Man merkt warum Loeb ein ebenso erfolgreicher Comic- wie auch TV und Filmautor, sowie Produzent ist. Die Geschichte erschien ursprünglich in einzelnen Heften und dies merkt man dem Sammelband der hier präsentiert wird immer noch an. Die Kapitel funktionieren grundsätzlich auch für sich alleine, bilden zusammen aber eben die herausragende Geschichte um den geheimnisvollen Mörder.

Natürlich hilft es, das Tim Sales Stil hier ein „Crime Noir“ Feeling der Extraklasse bietet. Seine markanten Gesichter, reduzierte Farben von Gregory Wright und die Wahl der Perspektive die fast ein einen Film erinnert ist extrem gut gewählt. Er wechselt geschickt zwischen extrem reduzierten Panels, damit die Gesichter besser heraus kommen, und viel Details um der Handlung Weite zu verleihen.

Man wird durch Wort und Bild so tief in den kriminellen Untergrund von Gotham gezogen das man gar nicht merkt wie die Zeit vergeht und so in den Bann der Geschichte gezogen das man enttäuscht ist als es dann doch vorbei ist. Ein Comic das einen nach mehr verlangen lässt!

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