Avengers: Infinity War – Mit Spoilern


Ich gehe davon aus das jeder der dies liest den Film auch gesehen hat und werde so nicht nochmal eine Zusammenfassung schreiben.

Der Film macht so ziemlich alles richtig was man richtig machen kann. Das Spezialeffekte und Ton top sind sollte man nicht extra nochmal erwähnen müssen. Das ist man mittlerweile von Marvel gewohnt. Was hier allerdings schon auffällt ist der große Wert auf die Kleinigkeiten. Was ohne Zweifel immer schwer ist, ist einen ganzen Charakter zu erschaffen. Wer aber schon einen sprechenden Waschbären glaubhaft umsetzten konnte, für den sollte ein Titan kein Problem mehr sein. Nur wenn Thanos kleine Dinge greift wirkt das ab und an komisch, was aber wohl eher daran liegt das unser Hirn das so nicht verstehen will.

Eine weitere Meisterleistung ist Tonys Rüstung. Sie erinnert stark an die Bleeding Edge Version aus den Comics, wirkt aber zu jeder Zeit realistisch und möglich, obwohl man eigentlich sofort merken sollter das sowas nicht funktionieren kann. Die Verwandlungen sind flüssig und glaubhaft und selbst als Tony erheblichen Schaden einstecken musste kann man das auch nicht immer so entsprechend sehen.

Zudem ist es ein Wunder das wirklich jede Figur die vor kommt adäquate Zeit bekommt. Die Beziehung zwischen Wanda und Vision, Wakandas Öffnung gegenüber der Welt, Bruce Auseinandersetzung mit dem Hulk, Buckys Heilung, Stranges Arroganz die auf Tonys Arroganz trifft. Peters Willen zu helfen, Nats Loyalität gegenüber Cap, Steves Durchsetzungskraft gegenüber einer überwältigenden Macht, die Dynamik der Guardians untereinander, Thors Suche nach einem Weg, Lokis Machenschaften … und ich habe immer noch viele ausgelassen. Jeder findet seinen Platz in diesem Film und das ist erstaunlich bei SO vielen Leuten die mitspielen.
Selbst die Black Order, die neu eingeführt wurde haben alle eine eigene Persönlichkeit und auch eine Dynamik untereinander die man spüren kann, und das obwohl hier kaum Zeit ist dies so auszuarbeiten wie es im Comic geschieht und nicht mal ihre Namen genannt werden.

Die absolute Hauptrolle spielt jedoch Thanos. Hier kommt jetzt die eine Sache die mich stört. Im Comic ist Thanos auf der Suche nach genug Macht um Lady Death zu beeindrucken. Das ist sein primäres Ziel und treibt alle seine Taten an. Das Wechsel hier auf der Suche nach einer imaginären Balance hat mich instinktiv gestört. Vielleicht auch nur weil es für mich keinen Sinn ergibt, aber er wird ja nicht umsonst der Verrückte Titan genannt.

Der Kampf den er durchlebt, das Drängen das er spürt und dem er letztendlich auch sein eigenes Wohl unterordnet ist eine interessante Variante der Comic Version, funktioniert bis auf das oben erwähnte aber doch recht gut. Das der Red Skull nochmal auftritt war große Überraschung. Das eröffnet auch für die Zukunft noch interessante Möglichkeiten.

Das Ende des Films war so grob zu erwarten. Wie das nun im nächsten Teil aufgelöst wird muss man dann sehen, alle Spekulationen (die es im Netzt schon zu Hauf gibt) bringen nicht viel, daher möchte ich mich da nicht anschließen.

Das Carol „Captain Marvel“ den Tag retten soll ist allerdings wirklich eine extrem gute Idee. Hier freue ich mich auch schon auf den entsprechenden Film.

Es ist in gänze der beste Superhelden Film den ich bisher gesehen habe. Er trifft so vieles auf den Punkt und lässt einen am Ende emotional ausgelaugt zurück mikt dem Wunsch das es SOFORT weiter geht. Genau DAS muss ein Film leisten.

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