{"id":6666,"date":"2016-10-16T13:00:25","date_gmt":"2016-10-16T11:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/nerdenthum.de\/?p=6666"},"modified":"2016-10-14T12:30:54","modified_gmt":"2016-10-14T10:30:54","slug":"wonder-woman-erde-eins-1-deu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nerdenthum.de\/index.php\/2016\/10\/16\/wonder-woman-erde-eins-1-deu\/","title":{"rendered":"Wonder Woman Erde Eins #1 [deu]"},"content":{"rendered":"<p>Eine Neubetrachung der &#8222;Origin&#8220; von Wonder Woman.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/nerdenthum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/WONDERWOMANERDEEINS1_Softcover_579.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/nerdenthum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/WONDERWOMANERDEEINS1_Softcover_579.jpg?resize=196%2C300\" alt=\"wonderwomanerdeeins1_softcover_579\" width=\"196\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-6667\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/nerdenthum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/WONDERWOMANERDEEINS1_Softcover_579.jpg?resize=196%2C300&amp;ssl=1 196w, https:\/\/i0.wp.com\/nerdenthum.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/WONDERWOMANERDEEINS1_Softcover_579.jpg?w=490&amp;ssl=1 490w\" sizes=\"auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Autor:<\/strong> Grant Morrison<br \/>\n<strong>Zeichner:<\/strong> Yanick Paquette<br \/>\n<strong>Colorist:<\/strong> Nathan Fairbairn<br \/>\n<strong>Letterer:<\/strong> Walproject<br \/>\n<strong>\u00dcbersetzung:<\/strong> Ralph Kruhm<br \/>\n<strong>Kaufen:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.paninishop.de\/artikel\/wonder-woman-erde-eins-1\" target=\"_blank\">Panini Shop<\/a><br \/>\n<strong>Bewertung:<\/strong> 3\/5<\/p>\n<p>Passend zur Ernennung als Botschafterin der Uno f\u00fcr M\u00e4dchen und Frauen bringt Panini die deutsche \u00dcbersetzung des Erde Eins Bands von Wonder Woman heraus. Grant Morrison arbeitet an dieser Umsetzung schon einige Jahre und hat mit Yanick Paquette einen Partner gefunden der nur besser passend k\u00f6nnte wenn er Frank Cho hie\u00df, aber dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Wonder Woman war zu Beginn auch ein wenig die Erf\u00fcllung der sexuellen Bed\u00fcrfnisses ihres Erfinders (William Moulton Marston) und der stand eben auf Bondage. Genau das wollte auch Morrison wieder <a href=\"http:\/\/www.thedailybeast.com\/articles\/2016\/04\/06\/comics-legend-grant-morrison-on-his-queer-kinky-wonder-woman.html\" target=\"_blank\">aufgreifen<\/a> und hat seine Wonder Woman zu einer extremen Feministen gemacht. Hier geht es weniger um Gleichberechtigung als viel mehr darum das Frauen die besseren Menschen sind und Herrschen sollten. Auch das mit den Fesseln kommt immer wieder vor. Nicht nur die Sache mit dem Lasso der Wahrheit (Marston war auch der Erfinder des L\u00fcgendetektors) sondern generell. <\/p>\n<p>Weiterhin ist Morrisons Steve Trevor Schwarz was den rassistischen Ansatz das die &#8222;Schwarzen den Weisen die Frauen weg nehmen&#8220; deutlich aufs Korn nimmt und ins Gegenteil verkehrt. Diana ist hier n\u00e4mlich nicht wirklich an Steve interessiert sie hat bereits auf der Paradiesinsel mit Mala eine Geliebte. <\/p>\n<p>Der Anfang ist bereits heftig weil er zeigt warum Hippolyta sich mir ihren Amazonen von der &#8222;M\u00e4nnerwelt&#8220; abschottet. Der Herkules der sie hier versucht zu unterwerfen ist das Paradebeispiels eines Mannes wie er ekliger nicht sein k\u00f6nnte. Morrison greift hier zwar nicht tief in die Trickkiste, daf\u00fcr ist die Glaubw\u00fcrdigkeit trotz des mystischen Settings umso gr\u00f6\u00dfer. Gerade wenn man sich die aktuelle Debatte um Trump anschaut sieht man ja wie einige M\u00e4nner ticken und das ist nicht wirklich weit von dem entfernt wie sie der Halbgott auff\u00fchrt. <\/p>\n<p>Von da ab geht es aber um Diana, um ihre Rebellion gegen das Paradies das sie nicht mehr erf\u00fcllt. Sie ist unzufrieden damit das sie immer nur die Prinzessin ist und versteht nicht warum das so ist. Nach und nach erf\u00e4hrt sie mehr von der Au\u00dfenwelt die sie nicht versteht und auch \u00fcber sich selbst, bis zum Schluss die Wendung kommt die der Leser schon nach 3 Seiten vermutet.<\/p>\n<p>Ingesamt eine interessante Geschichte die Wonder Woman in ein anderes Licht r\u00fcckt. Ob dies passend zum neuen Status als Uno Botschafterin ist lasse ich mal dahingestellt, w\u00fcnschte Panini aber trotzdem das eben dieser vielleicht zu ein wenig mehr Umsatz verhilft.<\/p>\n<p>Was in jedem Fall helfen d\u00fcrfte sind die Zeichnungen. Yanick Paquette zweifelsfrei ist einer der gro\u00dfen modernen Zeichner der Comicwelt und kann sich hier wirklich austoben. Das er prim\u00e4r halbnackte sexy Frauen zeichnen darf hat ihn sicher nicht gest\u00f6rt und eben hier wundert  es mich das Frank Cho nicht so laut &#8222;HIER&#8220; gerufen hat wie er kann. Vielleicht ist das aber ganz gut so weil Paquette eben auch mehr kann. Gerade die Teile wo es ums das Erz\u00e4hlen und nicht nur &#8222;Zeigen&#8220; geht sind seine St\u00e4rken und die Panelaufteilung ist an einigen Stellen mehr als genial.<\/p>\n<p>Mir hat der Band gut gefallen weil es eben eine Geschichte ist die sich zum Teil in der Vergangenheit des Charakters begr\u00fcndet und zum Teil moderne Themen aufgreift. Er ist sicher nicht dazu gedacht Wonder Woman als Vorbild aufzubauen weil es weder um Gleichberechtigung noch um Frieden geht sondern eben eher eine pers\u00f6nliche Entwicklung zeigt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Neubetrachung der &#8222;Origin&#8220; von Wonder Woman. Autor: Grant Morrison Zeichner: Yanick Paquette Colorist: Nathan Fairbairn Letterer: Walproject \u00dcbersetzung: Ralph Kruhm Kaufen: Panini Shop Bewertung: 3\/5 Passend zur Ernennung als Botschafterin der Uno f\u00fcr M\u00e4dchen und Frauen bringt Panini die deutsche \u00dcbersetzung des Erde Eins Bands von Wonder Woman heraus. 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