World of Warcraft: Die Chroniken des Krieges [deu]

Mein erster Ausflug in die Romane zu World of Warcraft.

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Autor: Christie Golden, Jeff Grubb, Aaron Rosenberg
Übersetzung: Claudia Kern, Mick Schnelle
Kaufen: Paninishop (ausverkauft) Amazon
Bewertung: 4/5

Nachdem ich mich ja mit den Chroniken ein wenig mit der Geschichte von WoW beschäftigt habe wollte ich dann jetzt auch mal mehr von den Romanen lesen und zwar nicht die zu dem Film und der Vorgeschichte sondern die zum Spiel. Der Sammelband „Die Chroniken des Krieges“ enthält die ersten veröffentlichten Bücher zu WoW und beschreiben die Geschehnisse rund um die ersten beiden Warcraft Spiele. Im Folgenden ein kurzer Eindruck der einzelnen enthaltenen Bücher:

Aufstieg der Horde von Christie Golden
Ich hatte ja bereits bei der Vorgeschichte zum Film erwähnt das Christie Golden eine Affinität zu den Orks hat die sich stark in dem niederschlägt wie und was sie schreibt. Hier geht es darum zu erfahren wie die ehrenhaften Orks die primär aus kleinen Klans von Jägern bestanden zur Horde wurden. Die Korrumpierung von Ner’zhul durch Kil’jaeden von der Brennenden Legion und sein Fall vom ehrenhaften Schamanen zum verderbeten Hexenmeister ist genauso ein Thema wie der Aufstieg von Gul’Dan.
Zentrale Figur ist allerdings hier, wie auch in der Vorgeschichte zum Film, Durotan und sein Klan der Frostwölfe. Dieses Draenor ist allerdings schon sehr viel anders als das aus dem Film. Die Draenor spielen natürlich eine viel wichtigere Rolle und man versteht daher auch viel besser welche Pläne die Brennende Legion mit den Orks haben.
Dieser Roman ist realativ spät entstanden (2006) und man merkt das Golden hier sehr viel mit rein bringt um Lücken zu stopfen die durch frühere Romane und Spiele entstanden sind. Trotzdem hat es für mich Sinn gemacht diesen Roman zuerst zu lesen da er viele der Motivationen gut beschreibt.

Die Autorin hat für mich schon in den beiden Romanen zum Film bewiesen das sie gut, eindrücklich und vor allem so flüssig schreibt das man gerne weiter liest.

Der letzte Wächer von Jeff Grubb
Einer der ersten Romane im WoW Universum und auch noch von Jeff Grubb. Den kenne ich noch aus seinen Zeiten bei TSR und den Forgotten Realms Romanen und fand den damals schon genial. Sein Schreibstil, den zum Teil trockenen Humor und die Darstellung von Magie hat er in der Zwischenzeit noch verfeinern könnten.
Hier folgen wir Khadgar in seinem Weg als Medivhs Lehrling und bekommen den ersten Krieg der Orks gegen die Menschen mehr oder weniger nur im Hintergrund mit. Was wir allerdings sehr genau mitbekommen ist die Herkunft des Wächters Medivh und die Hintergründe seines Verrates.
Mir ist insbesondere Khadgar ans Herz gewachsen, was vielleicht auch etwas damit zu tun hat das einiges an Pug aus den Feist Romanen erinnert, primär aber an der Entwicklung des Charakters die Grubb hier toll beschreibt. Neugier und Pflichtgefühl vereinen sich hier zu etwas das ich sehe gut nachvollziehen kann.

Im Strom der Dunkelheit von Aaron Rosenberg
Nachdem Sturmwind gefallen ist und die Orks somit einen ersten Sieg davon getragen haben sammelt sich nun der Widerstand in Lordearon. Eine Allianz aus Menschen, Elfen und Zwergen stellt sich den Eindringlingen gegenüber, aber auf beiden Seiten gibt es Verräter und irgendwie haben einige der Anführer andere Ideen wie ihre Mitstreiter. Die Geschichte erzählt auf Menschenseite von Anduin Lothar, Turalyon, Alleria Windläufer und Khadgar die versuchen die Horde der Orks daran zu hindern den kompletten Kontinent der östlichen Königreiche einzunehmen. Auf Orkseite ist nun Orgrim Schicksalshammer der Kriegshäuptling und weißt Gul’Dan in die Schranken, wobei das nicht wirklich dauerhaft funktioniert. Am Ende ist es dann auch die Selbstüberschätzung des Hexenmeisters die den Orks die Niederlage einbringt.
Erzählt wird hier aus vielen Verschiedenen Perspektiven und auch die Seite wechselt immer mal wieder. Einige Ungereimtheiten in der zeitlichen Abfolge sind aber dennoch drin, was aber wohl daran liegt das man die erst viel später gernauer festgelegt hat. Den Lesefluss stöhrt das aber nicht.

Jenseits des Dunklen Portals von Aaron Rosenberg und Christie Golden
Die Orks sind besiegt und das Portal verschlossen doch auf Draenor wird Ner’Zhul vom Geist Gul’Dans heimgesucht und öffnet das Portal erneut. Also entschließen sich die Helden aus dem letzen Band dem ganzen ein Ende zu bereiten. Zusammen mit einer kleinen Streitmacht reisen zu nach Draenor um die Pläne von Ner’Zhul zu durchkreuzen.

Hier erfährt man mehr über die Geschehnisse die Draenor zur Scherbenwelt werden ließen und da ich aktuell mit meinem Ork dort unterwegs bin, findet man schnell Ort und Personen die einem bekannt sind. Hier hatte ich tatsächlich das erste Mal das Gefühl ein Stückweit das zu lesen was ich auch vom Spiel her kenne, vorher hatte das schon irgendwie einen Zusammenhang, aber so richtig eintauchen in die Geschichte war erst hier möglich.

Fazit:
Meine Befürchtung das die Romane eher zweitklassig sein könnten hat sich nicht bewahrheitet. Klar ist es am Anfang etwas holprig, Azeroth ist ein Königreich und kein Planet, die Zeitabläufe stimmen irgendwie nicht ganz und hier und da gibt es noch ein paar mehr kleine Ungereimtheiten. Alles in Allem ist es aber eine durchaus solide Fantasy Lektüre die für mich dadurch gewinnt das man irgendwie selbst Teil des ganzen ist.

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