Michel Vaillant – Steve Warsons Rückkehr

Nach 2 Alben Abwesenheit kehr Steve zurück.

Autor: Jean Graton
Zeichner: Jean Graton
Übersetzung: Uwe Löhmann
Kaufen: Mosaik Shop
Bewertung: 4/5


Kein Rennen, kaum Autos, dafür ein Krimi der Extraklasse. Steve ruft Michel aus Amsterdam aus, mit einem ominösen Notruf an und schon geht die Jagd mach dem Amerikaner im Hafen der holländischen Metropole los. Verbrecher, Entführungen, Mordversuche und das Verfolgen kleiner Hinweise zeichnen dieses Album aus. Die für diese Zeit eher ungewöhnliche Passage fast ohne Test zusammen mit dem düsteren Setting mit viel Regen und Dunkelheit heben dieses Comic aus der Masse der Michel Vaillant Geschichten heraus. Wie im redaktionellen Teil beschrieben sehen sowohl Vater Jean als auch Sohn Philippe Graton dieses Album als eins der besten der Serie an, was ich zwar für mich nicht so sehen würde (ich bin dann doch eher der Rennsport Fan) aber durchaus nachvollziehen kann.

Interessant vor allem das die Geschichte einige Haken schlägt und Michel eher reagieren denn agieren lässt. Er ist hier nicht der Held der alles unter Kontrolle hat und abgeklärt das Problem meistert sondern eher derjenige der mit dem Leser hinter der Handlung her läuft. Was dieser Serie (und z.B. auch Dan Cooper) schon mal vorgeworfen wird ist die Idee das es sich hierbei um „Technik Porn“ handelt und der Protagonist nur ein Platzhalter für den Leser ist. Genau das ist hier nicht der Fall. Der Michel bekomnmt hier einen Charakterzug den man in den späteren Alben eigentlich nur von Steve kennt, er wird aufbrausend und will sich schnell prügeln. Später ist er aber immer die Stimme der Vernunft.

Die Zeichnungen sind wieder mal unglaublich detailliert und naturgetreu. Die Vergleichsbilder im redaktionellen Teil zeigen wie akribisch Graton recherchiert und sei es nur mit Archivaufnahmen, wenn es z.B. um Michels Besuch in Washington, gleich am Anfang des Bandes geht. Hier zeigt sich wieder die Stärke der Ausgaben von Mosaik die mit dem Team aus Gerhard Förster, Jürgen Veile und Frank „Ben“ Neubauer (der auch die Fanseite www.michel-vaillant.de betreibt) Leute gefunden haben die nicht nur über Fachwissen sondern auch entsprechende Kontakte verfügen um solche interessanten Informationen mit einfließen zu lassen.

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