Thor: Tag der Entscheidung (spoilerfrei)

Es gibt so viele hervorragende Comics über Ragnarök. Es wird vom schweren Kampf gegen Surtur, dem Verrat von Loki, dem Tragischen Ende von Balder, Thors Bruder und den Machenschaften der Enchantress erzählt. Es gibt Hefte über den Kreislauf aus Ende und Neubeginn, über Thors Entscheidung das zu beenden, über Odins Plan. Es taucht die Midgardschlange und der Fenriswolf auf und im Zentrum steht meistens Yggdrasil, der Weltenbaum.

Dann gibt es die spannende und auch tiefgreifende Geschichte von Planet Hulk. Vom ausgestoßenen Monster das sich in einer fremden und rauen Welt zurecht finden muss und hier plötzlich ganz anders angenommen wird wie auf der Erde.

All das ist dieser Film nicht, was schade sein könnte wenn man Zeit hätte sich darüber Gedanken zu machen. Aber diese Zeit hat man nicht weil der Film einfach einen riesen Spaß macht. Regisseur Taika Waititi schafft es Elemente aus all den oben angegebenen zu nehmen und zu einem ganzen zu verbinden das ohne Vorbehalte funktioniert. Als ich das Kino verließ dachte ich kurz darüber nach das ein „echter“ Film über Ragnarök ja ganz nett gewesen wäre, aber ich tat dies mit einem Lächeln auf dem Gesicht.

Der Spannungsbogen ist perfekt getimed. Es wird eben nicht immer noch mehr Gewalt und Prügelei eingesetzt sondern es gibt immer mal wieder ruhige Momente, die aber dann wieder durch Humor oder die Frage was der Platz des einzelnen im Universum ist aufgelockert werden. Die Schauspieler sind allesamt in Höchstform wenn auch Jeff Goldblum ab und an zu abgedreht wirkt. Gerade Tessa Thomson als herunter gekommene Valküre macht ihren Job toll.

Die Specialeffects sind ebenfalls wieder auf hohem Niveau, nur in einigen wenigen Situationen, wenn der Müll auf Sakaar als Wurfgeschosse verwendet wird, kann man sehen das dies sicher kein Material ist aus dem Raumschiffe gebaut werden. Kostüme, Sound, Ausstattung und gerade der Wechsel zwischen Sakaar und Asgard funktionieren toll, wobei das im Vorfeld noch meine größte Sorge war.

Großes Lob auch wieder für den Sound. Das war der größte Kritikpunkt an Wonder Woman und die sollten sich hier abschauen wie man das macht. Es wird auch hier an keiner Stelle langweilig und man bekommt nie das Gefühl das sich was wiederholt. Genau das rundet den Film perfekt ab.

Nein, es ist kein schwermütiger Film der zum Grübel einlädt sondern ein Film der vom Start bis zum Ende einfach nur einen großen Spaß macht.

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