Ms. Marvel #4 [deu]

Kamala muss lernen mit Rückschlägen umzugehen.

Autor: G. Willow Wilson
Zeichner / Tusche: Marco Failla, Diego Olortegui
Farben: Ian Herring
Letterer: Alessandra Gozzi
Übersetzung: Carolin Hidalgo
Kaufen: Panini Shop
Bewertung: 5/5

Kamala hat in ihrer kurzen Zeit als Heldin schon allerlei durchmachen müssen. Im Civil musste sich sich gegen eine andere junge Frau behaupten die mit Superkräften an der Seite von Kamalas Idol Captain Marvel kämpfte, ihr bester Freund Bruno hat ein Stipendium in Wakanda bekommen, und sie ist auch noch Teil des jungen Avengers Ablegers „Champions“. Dann konnte sie bei einem Besuch in der Heimat ihrer Familie Pakistan sehen das ihr „schwarz / weis“ Denken nicht immer zutrifft und an der Seite des dort ansässigen Helden „Red Dagger“ sah sie ein das sie nicht immer auf alles eine Antwort hat.

Jetzt hat sie aber noch ganz andere Probleme. Der Yuppie Chuck Worthy, der schon länger die Gentrifizierung von New Jersey voran treiben will, ist plötzlich Bürgermeister was bedeutet das Ms. Marvel nun auf der falschen Seite des Gesetztes steht.

Es geht um Vorurteile, Rassismus, Einfühlungsvermögen und Neid. Hier werden keine einfachen Antworten nach dem Schema Gut / Böse geliefert sondern die Handelnden haben alle eine Motivation das zu tun was sie tun. Wilson schafft es sogar ansatzweise so etwas wie Verständnis für die Ängste der breiten Bevölkerung aufzuzeigen. Die Frage nach Sicherheit gegen Freiheit wird hier eben nicht mit Freiheit und einem Ausrufezeichen beantwortet und der Prozess den Kamala durch macht ist nachvollziehbar.

Dann werden hier Moslems beschrieben die klar als solche erkennbar sind und ihren Glauben in unterschiedlichen Abstufungen ausleben, aber eben keine Fanatiker sind. Das ist ein Teil an dem Band den es so in Mainstreamliteratur kaum gibt.

Leider hat an diesem Band Alphona nicht mitgearbeitet, aber Failla und Olortegui machen ihre Sache auch gut. Der Stil aus den vorherigen Bänden wir beibehalten doch ganz wird die Qualität von Alphona nicht erreicht. Doch das ist Meckern auf extrem hohen Niveau.

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