Michel Vaillant – Der 8. Fahrer

Vaillant eröffnet die erste Rennfahrerschule.

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Autor: Jean Graton
Zeichner: Jean Graton
Übersetzung: Uwe Löhmann
Kaufen: Mosaik Shop
Bewertung: 3/5

Jahre bevor so etwas im realen Leben passierte eröffnet hier schon die Famile eine Rennfahrerschule für Nachwuchstalente. Der Club V nimmt die Besten der Besten aus den unterschiedlichsten Ländern auf und hier werden die jungen Fahrer von Michel persönlich trainiert um dann in Zukunft für die Marke Vaillante ins Lenkrad zu greifen. Aufgemischt wird das ganze durch einen jungen russischen Fahrer der nachträglich zu den anderen 7. stößt (daher der Name des Albums), was dem Amerikaner so gar nicht gefällt.

Der Schulalltag scheint mir plausibel dargestellt, insbesondere wenn man die damalige Zeit berücksichtigt. Heute wird wahrscheinlich in diesen Fahrerschulen wesentlich mehr am Simulator gemacht, aber das gabs es damals halt nicht. Auch der erzwungene Zusammenhalt und das Kasernenleben wirkt authentisch. Doch die Geschichte dreht sich größtenteils um die Rivalität zwischen dem Amerikaner Roy Johnson und dem Russen Nicolas Olensky. Das in Zeiten des kalten Krieges das eine Story ist die Graton interessiert hat mag nicht weiter verwundern, das es aber hier der Amerikaner ist, der das eigentliche Problem verursacht vielleicht schon eher, war doch damals der „Russe“ eher das Feindbild.

Ansonsten ist das Heft sehr formalistisch aufgebaut mit den Auseinandersetzungen, den Versöhnungsversuchen unter Druck und dem obligatorischen Unfall der die Streithähne zwingt ihre Differenzen zu vergessen.

Wie immer bei den neueren Alben von Mosaik ist großer Wert auf die redaktionelle Arbeit gelegt worden. Man bekommt nicht nur die Idee der Fahrerschule genauer erklärt auch die Rennen und die damit verbundenen Schwierigkeiten sind hier erwähnt und genauer Beschrieben. Es ist ein zwar kurzer aber doch faszinierender Einblick in die Geschichte des Rennsportes.

Im letzten Album gab es auf dem Cover ja schon das moderne, dreifarbige Vaillante Logo aber innen war es immer nur das weiße V auf rotem Kreis. Hier jedoch sieht man auch im Heft schon beide Logos. Ansonsten gibt es wieder tolle Autos zu bestaunen allen voran das Ipharra-Coupé das es sogar in den Relaunch geschafft hat.

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