Batgirl Megaband #1 [deu]

Babs hat kein Glück bei den Jungs.

Autor: Hope Larson
Zeichner: Rafael Albuquerque, Chris Wildgoose
Tusche: Rafael Albuquerque, Chris Wildgoose, Jon Lam
Farben: Dave McCaig, Mat Lopes
Letterer: Datagrafix
Übersetzung: Caroline Hidalgo
Kaufen: Panini Shop
Bewertung: 3/5

Barbara Gordon hat lange Zeit als Computer- und Informationsgenie Oracle Batman maßgeblich bei seinem Kampf gegen das Verbrechen unterstützt. Mit den New 52 kehrte sie dann in das Kostüm von Batgirl zurück das sie nach dem Angriff des Jokes gegen einen Rollstuhl ausgetauscht hatte. Nach anfänglichen Beschwerden einiger nostalgischer Fans wurde die Serie aber ein Hit, was nicht zuletzt an der Autorin Gail Simone lag. Nach einiger Zeit wechselten die Autoren und auch Batgirl nahm eine neue Richtung an. Hier präsentiert nun Panini die ersten 11 Hefte der neuen Batgirl Serie die unter dem Rebirth Banner läuft als Megaband.

Was sofort auffällt ist, das dieses Batgirl wieder ein Stück jünger ist. Oracle war eine gestandene Frau die Probleme meistens sehr Rational anging, dieses Batgirl ist nahezu das genaue Gegenteil. Jung, ungestüm und emotional, aber durchaus intelligent und planend. Das führt sie sogar noch einen Schritt weiter in ihre Jugend als in den 1960ern als Barabara Gordon das erste mal auftauchte und schein einen Doctortitel hatte.

In diesem Megaband ist sie zunächst in Fernost unterwegs um Urlaub zu machen, trifft einen alten Freund und wird in eine Jagd nach einer mysteriösen Formel verstrickt. Danach geht es wieder nach Gotham wo sie auf den Sohn des Pinguin trifft und sich mit Apps rumschlagen muss die von ihrem Schöpfer missbraucht werden.

Beides mal gerät sie an „Jungs“ die nicht gut für sie sind. Sie weiß es, lässt sich aber trotzdem auf sie ein und bereut es dann. Das ist ein eher typisches Teenie Drama gemischt Superhelden Action. Die Fernost Story enthält zudem ganz leichte Kritik am dortigen Bildungssystem, die Gotham Geschichte eine sehr viel deutlicherer Kritik an der Datensammelwut von App Entwicklern. Da kommt dann weder Uber noch Pokemon Go sonderlich gut weg.

Der zweite Teil ist auch interessanter weil er einige soziale Probleme mit einschließt. Es geht um Obdachlosigkeit, überhöhte Preise, Gentrifizierung und allem was damit zusammen hängt. Natürlich ist das kein gesellschaftskritischer Roman, aber es ist lobenswert das eher leichte Literatur diese Themen aufgreift.

Batgirl bleibt dabei interessant und spannend, da man nicht wirklich weis wie es weiter geht. Zudem entwickelt sich die Geschichte erfreulicherweise selbstständige ohne Querverweise auf andere Geschichten oder gar Serien, nur Nightwing hat einen kurzen Gastauftritt.

Zeichnerisch sind sowohl Albuquerque als auch Wildgoose eine hervorragende Wahl da sie sowohl die Jungendlichkeit und das Sexappeal von Babs einfangen aber eben da nicht stehen bleiben. Das Kostüm ist, wie schon länger, kein hautenger Dress sondern eher etwas praktisches mit Maske und auch sonst tritt Babara eher normal auf, das Sexappeal bleibt auf Schlüsselszenen reduziert. Auch bei der Mimik leisten beide hervorragender Arbeit, so das man oftmals auch ohne Text erkennt was gerade passiert.

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