Dan Cooper Gesamtausgabe #6 [deu]

Futuristische Flieger und realistischer Weltraum.

Autor: Albert Weinberg
Zeichner: Albert Weinberg
Übersetzung: Klaus Jöken, Max Murmel
Kaufen: Splitter Shop
Bewertung: 4/5

Diesmal geht es im redaktionellen Teil wieder ein wenig mehr um die Entwicklung der Comics. Da ist zum einen die Umstellung der Alben auf mehr Seiten, und die gleichzeitige vermehrte Nachfrage nach Kurzgeschichten die in Taschenbüchern veröffentlicht wurden. Auch die Ausbreitung in den deutschen Bereich hat dabei eine Rolle gespielt.

Auch die mediale Ausbreitung mit den ersten Hörspielen findet eine Erwähnung.

Piraten auf 2 Uhr
Zunächst gibt es eine Kurzgeschichte bei der Dan unbekannte Flieger anfangen muss, die sich dann aber als eine echten Gegner darstellen und wo dann die Herausforderung eine ganz andere wird.

Geflogen werden hier F-101 Voodoos von Dan und seinem Flügelmann, sowie ME-262 von den „Gegnern“, wobei das eher ein Anachronismus ist, da diese Maschinen nach dem 2. Weltkrieg in dieser Stückzahl für den entsprechenden Zweck wohl kaum eingesetzt werden würden.

Die Story an sich ist spannend und interessant und trotz ihrer Kürze doch recht ansprechend. Was ein wenig stört ist, das von den 12 Seiten nur die Hälfte koloriert ist und die Farben ein Stück weit absichtlich auf „alt“ getrimmt scheinen was bei einer Neuauflage keinen Sinn machen.

Die Männer mit den goldenen Flügeln
Dan ist mal wieder Anführer eine Kunstflugstaffel und bekommt es diesmal mit etwas futuristischeren Flugzeugen zu tun. Diese Maschinen können senkrecht starten, so wie es auch schon der Prototyp des „Harrier“ in Band 3 konnte, erinnern aber viel mehr an die „Mig-31“ as dem Film Firefox, der aber erst 15 Jahre nach diesem Comic gedreht wurde.

Dan und seine Kammeraden selbst fliegen CT-114 Tutors wie es die „Golden Centennaires“ auch in Wirklichkeit getan haben. Um das Programm abzurunden gab noch eine Avro 105 und eine CT-133 „Red Knight“. Zudem gibts noch einen alten Ford Mustang zu sehen.

Die Spannung in der Geschichte ergibt sich sowohl aus den diversen Manövern die erklärt werden als auch durch die Tatsache das die geheimnisvollen Jets geheimnisvoll bleiben wollen es aber auch persönliche Verwicklungen gibt und sogar fast eine Tragödie.

S.O.S. Im Weltraum
Dann geht es wieder in den Weltraum doch diesmal mit einer vollkommen herkömmlichen Rakete und die Sci-Fi Elemente werden erheblich zurück gefahren. Es gibt keinen Anti-Graph Antrieb und das ungewöhnlichste ist noch eine Krankheit die aber interessanterweise nicht weiter aufgeklärt wird.

Dan und Kid verhalten sich hier aber doch ein wenig widersprüchlich, was ich schon als störend empfunden habe. Die komplette Geschichte hinterlässt ein etwas schlechtes Gefühl weil kaum etwas erklärt wird und vieles offen bleibt.

Der Himmel über Norwegen
Dan Cooper wird nach Norwegen beordert und soll dort als Austauschpilot an einem Manöver teil nehmen. Er lernt dort Randi kennen, die Schwester eines norwegischen Piloten und es entwickelt sich sogar eine kurze Romanze.

Primär gibt es aber das Problem das Dan mit einem Kameraden abstürzt und da dann auch noch Randi rein Verwickelt wird und wir sehen hier den Kampf ums Überleben. Zum Ersten kann sehen wir hier die F-5 die später viel von Dan geflogen wird, hier jedoch sitzt er primär in einem F-104 Starfighter.

Der Band ist extrem spannend weil man mit den anderen Piloten und Randi mitfiebert und ja nicht wirklich weiß wer außer Dan noch überlebt.

Die verschollenen Piloten
Den Abschluss macht eine Spionagegeschichte rund um das „Tiger Meet“, was in 1968 in Lahr in Deutschland statt fand. Hier treffen sich die besten Piloten der Nato um einige Manöver zusammen zu fliegen.

Neben Dans F-104, die auch noch in einem Tigermuster lackiert wurde, sieht man F-4 Phantoms, BAC Lightnings der Briten und Fiat G.91 der Luftwaffe.

Dan steht hier unter Verdacht und muss seinen Namen rein waschen. Dazu muss er auf die Schlichte von Verschwörern kommen die Nato Geheimnisse stehlen wollen. Eine Frau und ein echter Tiger spielen auch eine Rolle und man sieht sogar den Norwegerpullover den Randi aus der vorherigen Geschichte für Dan gemacht hat.

Hier gibt es neben der Spannung durch die Spionage auch noch einige interessante Flugmanöver was zusätzlichen Reiz ausübt.

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