Müssen Comics politisch sein?

Im Zuge der Gerüchte das Marvel nach dem Event „Secret Empire“ weniger politisch in ihren Comics wird. Angeblich wäre der Grund dafür massive Beschwerden der Fans und Fachhändler. Wie immer sind solche Gerüchte mit Vorsicht zu genießen aber jetzt hat sich auch Steve Bennett von ICv2 dazu geäußert der solche Sachen immer etwas rationaler sieht.

Sein Fazit sind zwei Dinge ich ich selbst so unterschreiben kann:

  1. Im aktuellen politischen Klima, gerade in den USA, wo es eigentlich nur noch 2 Extreme gibt dich auch nicht bereit sind einen Schritt aufeinander zu zu gehen sind politische Aussagen in Comics schwierig und geschäftsschädigend. Hier ist es vielleicht wirklich an der Tagesordnung solche zum Teil sehr stark politisch gefärbten Serien wie Nick Spencers Captain America etwas zurück zu fahren, zumindest eine Zeit lang.
  2. Wichtiger aber noch ist der Punkt das Inklusion eben NICHT politisch ist, Exklusion hingegen doch. Marvel hat gerade erste eine Initiative bekannt gegeben die sich der Diversität verschreibt. Man kann also fest davon ausgehen das die weibliche Thor, Ms. Marvel, Miles Morales oder Riri Williams ein fester Bestandteil des Marvel Universums bleiben werden.

Das ist genau das was ich auch vermute. Bereits in der Vergangenheit hat es verschiedene „Zeitalter“ in den Marvel Comics gegeben die immer mal wieder in eine andere Richtung deuteten. Nach Dark Reign kam z.B. das Age of Heroes das sehr viel positiver ausgerichtet war ohne komplett eitlen Sonnenschein zu suggerieren. Ich vermute auch das man politische Themen nicht komplett über Bord werfen wird, Nick Spencer oder Mark Waid werden hier immer hier und da etwas schreiben was die aktuelle Politik betrifft. Was wegfallen wird sind die eher extremeren längeren Geschichten so wie aktuell in beiden Captain America Heften oder auch in Civil War II.

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