Deadpool: Böses Blut [deu]

Liefeld kehrt zu seiner Schöpfung zurück.

Autor: Rob Liefeld, Chris Sims, Chad Bowers
Zeichnung: Rob Liefeld
Tusche: Rob Liefeld, Shelby Robertson, Adelso Corona, Marat Mychaels
Farben: Romulo Fajardo Jr.
Übersetzung: Michael Strittmatter
Letterer: Walproject
Kaufen: Panini Shop
Leseprobe: Panini Shop
Bewertung: 2,5/5

Der große Erfolg der durch den Film nun auch Weltweit und vor allem bei den Massen angekommen ist hat dafür gesorgt das auch Deadpool Schöpfer Rob Liefeld mal wieder von sich hören macht. Nachdem er Anfang der 90er Marvel den Rücken gekehrt hatte und mit Image großen Erfolg hatte wurde es zwar nie wirklich still um ihn, aber nach den Anfängen von Image blieb der wirklich große Erfolg aus. Oftmals wurde er belächelt weil sowohl Stories als auch Zeichnungen „Over the Top“ waren und er wohl die größte Bekanntheit erlangte als jemand der keine Füsse zeichnen kann es dafür aber mit den Brüsten übertreibt … nicht nur bei Frauen.

Nun darf er mal wieder den Söldner mit der großen Klappe schreiben und zeichnen und das obwohl die große Klappe eher auf Joe Kelly zurück geht. Hier gibt’s dann auch eher eine Mischung aus dem klassischem Söldner und nur wenig von der großen Klappe. Von dem Durchbrechen der 4. Wand ist nichts mehr übrig geblieben.

Deadpool bekommt es mit Thumper zu tun, einem geheimnisvollen Kämpfer der ihn immer wieder angreift und erst ablässt wenn er ihn getötet hat … was bei Deadpool nur temporär ist. So muss Wade die Hilfe von Domino in Anspruch nehmen und kommt auch mit Garrison Kane und Department H, der Superhelden Organisation der kanadischen Regierung in Berührung. Selbst Cable und X-Force kommen in einer Rückblende vor.

Die Story ist vorhersehbar wenn man Liefeld kennt, bis auf die Tatsache das keine Zeitreise vor kommt. Wer gut und wer böse ist wird zwar versucht ambivalent dar zu stellen, aber auch das funktioniert nicht.

Bei den Zeichnungen fühlt man sich in die oben erwähnten 90er zurück versetzt. Riesige Waffen, viele Taschen und seltsame Füsse haben trotz allem aber einen eigenen Charme. Vor allem die Action und die zum Teil verrückten Verwandlungen einiger machen immer noch Spaß. Man darf den Band sicher nicht ernst nehmen und auch keinen anspruchsvollen Humor erwarten wie das in einigen anderen Deadpool Serien der Fall war. Wenn man das nicht tut lohnt sich die Geschichte durchaus.

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