Grendel Omnibus 2: Legacy [eng]

Das Vermächtnis von Grendel.

Autor: Matt Wagner, Diana Schutz
Zeichner: Matt Wagner, Tim Sale, Arnold Pender, Jacob Pender, Bernie Mireault
Tusche: Jay Geldhof, Arnold Pender, Jacob Pender, Rich Rankin
Farben: Teddy Kristiansen, Jeremy Cox, Joe Matt, Bernie Mireault, Matt Wagner
Letterer: Richard Starkings, Wes Abbot, Comicraft, Steve Haynie, Bob Pinaha
Kaufen: ComiXology
Erscheinungsdatum: 01.01.2013
Bewertung: 4/5

Hunter Rose hat als Grendel hat die Welt nachdrücklich geprägt. Vor allem aber seine Adoptivtochter Stacy Palumbo die großen Schaden genommen hat. Der erste Teil befasst sich mit ihrem weiteren Leben, das nur noch tragischer wird. Aus einer Vergewaltigung durch ihren Mann in der Hochzeitsnacht entsteht ein Kind: Christine Spar, die spätere Autorin von „Devil by the Deed“, einer Biographie über Hunter Rose. Sowohl die Geschichte als auch die Zeichnungen sind extrem bedrückend.

Diese sieht sich dann im zweiten Teil gezwungen selbst die Identität von Grendel zu übernehmen und verstrickt sich dadurch tiefer und tiefer in einen Strudel aus Gewalt und Aggression verstrickt. Diese Geschichte ist noch der nachvollziehbarste Teil des Bandes. Der Wunsch der Rache und die Realisation das man sich dabei selbst verliert sind glaubhaft geschildert. Die Geschichte krankt ansonsten an diversen Anachronismen weil, wie so oft, niemand die Erfindung von Mobiltelefonen oder dem Internet vorhergesehen hat.

Weiter geht es mit Brian Li Sung, dem Freund von Christine der nach ihrem Tod in New York fest sitzt und die Tagebücher von ihrer Zeit als Grendel wie sowas wie eine Bibel behandelt. Langsam driftet auch er in den Wahnsinn ab. Hier beginnt sowohl vom Erzählstil als auch von den Zeichnungen die experimentelle Phase. Der Wahnsinn dem Sung verfällt zeichnet sich hier sehr deutlich ab und nimmt den Leser mit.

Danach gibt es noch 2 Geschichten die wieder zur Zeit von Hunter Rose spielen, aber sich eher auf Personen am Rande der Geschehnisse konzentrieren. Diese sind extrem experimentell. Einmal sind es sehr kleine Panels mit der Narration unterhalb und einmal jeweils 4 vertikale Panels mit unterschiedlichen Erzählungen darüber und darunter.

Aus dem brillanten Strategen und fast schon liebenswerten Hunter Rose wird hier eine Geschichte von Besessenheit, Aggression und Gewalt. Es wird klar das Grendel mehr ist als eine Person und das Wagner verschiedene Facetten eines Teufels zeigt der von jedem Besitz ergreifen kann.

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