Stunts, Feindschaften und ein Krimi

Autor: Jean Graton
Zeichnung/Farbe: Jean Graton
Zusätzliche Texte: Michael Hein
Übersetzung: Uwe Löhmann
Kaufen: Egmont Shop
Erscheinungsdatum: 10.05.2022
Bewertung: 4/5

Das Michel Vaillant sich eben nicht nur um Rennen dreht konnte man im letzten Band schon sehen, hier wird es dann aber nochmal stärker. In einer einseitigen Kurzgeschichte sehen wir die ersten Anfänge von Michel als Rennfahrer was allerdings nicht gut aus geht weil er da gerade mal 5 oder 6 ist. Das die Geschichte schon sehr alt ist sieht man an der doch sehr drakonische Strafe die Michel einstecken muss.

Dann soll der erwachsene Michel bei einem Filmdreh helfen und dabei bekommt der Leser extrem viel von dem mit wie damals Filme und vor allem Stunts gemacht wurden. Vor CGI und viel der Technik die später zum Einsatz kam war das alles noch Handarbeit und davon auch extrem viel. Ein Stunt benötigt extrem viel Planung und Vorbereitung und musste zudem sehr präzise ausgeführt werden. Nebenbei gibt es auch noch eine weitere Bedrohung aus der Vergangenheit wie auch die üblichen familiären Dinge wobei natürlich die Sorgen von Mutter Vaillant im Zentrum stehen.

Als das überstanden ist gründet dei Familie Vaillant eine der ersten Schulen für junge Rennfahrer. Dabei kommt dann eine illustre, internationale Runde zusammen inkl. Yves Douleac, dem Jungen den wir schon aus Nachtfahrt kennen. Hierbei werden diverse Ausbildungsmethoden gezeigt, vor allem aber dreht sich die Geschichte um einen jungen Amerikaner der Probleme mit dem später dazu kommenden Russen hat. Zum Ende geht es dann auch um diverse Rennen der damaligen Zeit wo man sieht das die Organisation für damalige Verhältnisse recht gut, aber nach modernen Maßstäben doch sehr chaotisch war. Wie es dann doch dazu kommt das Amerikaner und Russe sich verstehen ist dann doch sehr vorhersehbar.

Das letzte Album was in diesem Band enthalten ist beginnt eine Tradition die sich über die Jahre fortsetzen wird. Steve Warson ist in irgendwas seltsames verwickelt, meldet sich länger nicht mehr und kehrt dann zurück. Zu Beginn ist es ein tatsächlicher Krimi der Michel auf der Suche nach seinem Freund nach Washington und Amsterdam bringt. Autos kommen nur als reine Fortbewegungsmittel vor und sind nie Teil der Handlung. Es ist spanned und einige der Verwicklungen sind nicht wirklich abzusehen. Hier zeigt Graton das er eben mehr kann als die Rennszene zu beobachten und spannend zu präsentieren.

In allen Geschichten kann auch das Artwork brillieren. Seien es die Dörfer in Frankreich in denen Stunts gedreht werden, die verschneiten Berge in denen die Vaillants Weihnachten feiern oder der Hafen von Amsterdam bei Nacht. Sogar ein Rembrand wird authentisch dargestellt und das noch ohne digitale Hilfsmittel.

Gekrönt wir der Band wie immer durch einen redaktionellen Teil der sich diesmal primär mit der Rally Lüttich-Rom-Lüttich, dem Vorläufer zur Lüttich-Sofia-Lüttich die im Band erwähnt wird.

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